28 April 2026, 00:09

Dortmunds Kriminalitätsstatistik 2024: Mehr Straftaten, aber auch mehr Aufklärungserfolge

Balkendiagramm, das die Homicide-Offending-Rates nach Alter des Täters und Waffentyp von 1976 bis 2004 zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Dortmunds Kriminalitätsstatistik 2024: Mehr Straftaten, aber auch mehr Aufklärungserfolge

Dortmund verzeichnet leichten Anstieg der Kriminalität – aber auch Erfolge bei Aufklärung und Prävention

In Dortmund ist die Gesamtkriminalität leicht gestiegen: 2024 wurden 4,23 % mehr Straftaten registriert als im Vorjahr. Wie die Polizei mitteilte, gab es 73.209 Fälle – 2023 waren es noch 70.241. Trotz des Anstiegs betonen die Behörden Fortschritte in zentralen Bereichen, darunter eine hohe Aufklärungsquote und gezielte Präventionsmaßnahmen.

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Die Gewaltkriminalität nahm um fast 7 % zu und erreichte 3.660 Delikte (2023: 3.423). Auch Straßenraub stieg leicht um 2 %, was acht zusätzliche Fälle bedeutet. Wohnungseinbrüche verzeichneten einen Anstieg um 64 Fälle auf insgesamt 1.312 im Jahr 2024.

Besonders stark stieg die Straßenkriminalität um 19,09 %, vor allem getrieben durch Diebstähle an oder mit Fahrzeugen sowie Vandalismus. Diese Delikte machten fast 43 % aller Straßenkriminalitätsfälle aus. Kapitalverbrechen gingen hingegen leicht auf 32 Fälle zurück, wobei die Polizei fast 81 % davon aufklärte.

Als Reaktion auf die steigenden Zahlen richtete die Dortmunder Polizei im April 2024 eine Sondereinheit ein, die sich auf Wiederholtäter konzentriert, die mit Waffen drohen. Bisher wurden 189 Personen überprüft und 125 rechtlich bindende Messerverbote verhängt.

Auch das "Präsenzkonzept Fokus" (PK Fokus), das im Sommer 2023 gestartet wurde, zeigt Wirkung: Bis zum 10. März 2025 wurden im Rahmen der Initiative 38.387 Personaleinsatzstunden geleistet und 6.482 Platzverweise ausgestellt. Zudem erreichte Dortmund 2024 mit einer Aufklärungsquote von 54,79 % den höchsten Wert in Nordrhein-Westfalen.

Die Dortmunder Polizei liegt damit über dem Landesdurchschnitt. Die Sondereinheit und Präventionsstrategien zielen weiterhin auf Hochrisikopersonen und öffentliche Sicherheitsbedrohungen ab. Die Behörden bleiben entschlossen, die Kriminalität zu senken und gleichzeitig die Aufklärungserfolge zu stärken.

Quelle