Torhüter Kobel zum BVB-Aus: "Ich übernehme die volle Verantwortung" - Dortmund scheitert nach Kobel-Patzer dramatisch an Atalanta Bergamo
Borussia Dortmunds Champions-League-Traum endet enttäuschend nach 1:4 gegen Atalanta Bergamo
Die Champions-League-Saison von Borussia Dortmund fand ein abruptes Ende, nachdem das Team im Rückspiel mit 1:4 gegen Atalanta Bergamo unterlag. Torhüter Gregor Kobel übernahm die volle Verantwortung für einen entscheidenden Fehler, der den Italienern in der Schlussphase einen Elfmeter einbrachte. Der Patzer besiegelte das Ausscheiden der Dortmunder – trotz eines starken 2:0-Vorsprungs aus dem Hinspiel.
Kobels unglücklicher Pass in den letzten Spielminuten ermöglichte Atalanta den Ausgleich per Strafstoß und drehte die Partie zu deren Gunsten. Nach dem Abpfiff stand der Schlussmann ohne Umschweife zu seinem Versagen. "Es war mein Fehler", gab er zu. "Ich wollte den Ball klären, aber er lag nicht ideal für einen sauberen Abschlag. Da muss man ihn einfach wegbringen – egal wie."
Gleichzeitig blickte Kobel nach vorn und betonte die Notwendigkeit, schnell umzuschalten. "Jetzt rappeln wir uns auf und machen weiter", erklärte er. "Es steht ein riesiges Spiel an – da müssen wir alles reinwerfen." Die nächste Herausforderung wartet bereits in Form des Bundesliga-Spitzenspiels gegen Tabellenführer FC Bayern München.
Dortmunds Führung und Mannschaft stellten sich geschlossen hinter Kobel. Trainer Niko Kovač bezeichnete ihn als "extrem wichtigen Bestandteil dieses Teams" und erinnerte an seine verdienstvollen Leistungen in der Vergangenheit. Auch Kapitän Emre Can verwahrte sich gegen jede Schuldzuweisung: "Da gibt es überhaupt keinen Vorwurf." Sportdirektor Sebastian Kehl verzichtete ebenfalls auf Kritik und merkte lediglich an, Kobel "hätte die Situation besser lösen müssen".
Die aktuelle Saison hatte für den Torhüter ohnehin bereits eine leichte Leistungsflaute in der Champions League im Vergleich zu den Vorjahren gezeigt. Der späte Elfmeter gegen Atalanta markierte nun den Tiefpunkt und beendete Dortmunds Champions-League-Spiele auf dramatische Weise.
Nun richtet sich der Fokus der Borussen auf den nationalen Wettbewerb – beginnend mit dem schwierigen Duell gegen den FC Bayern. Kobels selbstkritische Haltung und der geschlossene Rückhalt des Teams deuten auf den Willen hin, zurückzuschlagen. Mit der Niederlage gegen Atalanta ist das europäische Abenteuer vorbei – die Bundesliga bleibt nun die einzige Priorität.






