Dormagens Bürgermeister diskutiert mit Landesvertreterin über Chemieindustrie und Kinderbetreuung
Lotta AlbrechtDormagens Bürgermeister diskutiert mit Landesvertreterin über Chemieindustrie und Kinderbetreuung
Dormagens Bürgermeister Erik Lierenfeld traf sich am 18. Februar 2026 mit der Landesvertreterin Heike Troles, um drängende Probleme der Stadt zu erörtern. Im Rathaus wurden dabei Themen von der Kinderbetreuungsreform bis zur Zukunft der lokalen Chemieindustrie behandelt.
Im Mittelpunkt stand zunächst die chemische Industrie in Dormagen und ihre langfristige Entwicklung. Beide Politiker betonten die Notwendigkeit einer abgestimmten Planung zwischen Bundesland und Kommunen.
Ein weiteres zentrales Thema war die Kinderbetreuung. Lierenfeld präsentierte ein erfolgreiches Pilotprojekt in Dormagen, bei dem durch kleinere Gruppen in städtischen Kitas erste positive Ergebnisse erzielt wurden. Troles lobte zwar das Modell, sagte aber keine landesweite Förderung zu.
Auch der Tod des 14-jährigen Yosef im Jahr 2023 wurde angesprochen. Lierenfeld forderte mehr Unterstützung des Bundeslandes für die Jugendhilfe, doch bis 2026 waren keine neuen Programme eingeführt worden. Troles wiederholte, dass Kommunen und Bundesland bei solchen Herausforderungen eng zusammenarbeiten müssten.
Lierenfeld unterstrich im Anschluss die Bedeutung regelmäßiger Gespräche mit Landespolitikern. Nur durch einen kontinuierlichen Austausch ließen sich nachhaltige Lösungen für lokale Probleme finden, argumentierte er. Troles pflichtete ihm bei und betonte, dass die gemeinsame Verantwortung von Bundesland und Kommunen unverzichtbar bleibe.
Konkrete Beschlüsse gab es zwar nicht, doch beide Seiten bekräftigten ihre Bereitschaft zur Zusammenarbeit. Das Dormagener Pilotprojekt in der Kinderbetreuung und die Forderungen nach mehr Jugendhilfe werden voraussichtlich auch in künftigen Gesprächen eine Rolle spielen. Zudem bleibt die Chemieindustrie ein zentraler Punkt für die langfristige Bundesland-Planung.






