DHL und Jaguar Land Rover setzen auf grüne Kraftstoffe für radikale CO₂-Reduktion
Miriam KönigDHL und Jaguar Land Rover setzen auf grüne Kraftstoffe für radikale CO₂-Reduktion
DHL und Jaguar Land Rover (JLR) unternehmen bedeutende Schritte, um ihre CO₂-Emissionen zu senken. Beide Unternehmen investieren in alternative Kraftstoffe, um ihre Umweltbelastung in den kommenden Jahren deutlich zu verringern. Ihre Initiativen zielen darauf ab, durch neue Technologien und die Modernisierung ihrer Flotten erhebliche CO₂-Einsparungen zu erzielen.
DHL stellt rund 200 Millionen Euro für alternative Technologien und Kraftstoffe bereit. Mit dieser Investition sollen innerhalb von drei Jahren fast 300.000 Tonnen CO₂ eingespart werden. Das Unternehmen wird den Einsatz von hydriertem Pflanzenöl (HVO, Hydrotreated Vegetable Oil) ausbauen, das in bestehenden Motoren ohne Leistungsverlust genutzt werden kann.
Bis 2024 wird DHL in seinem Netzwerk Tankstellen für HVO einrichten, um so den Einsatz von über 24 Millionen Litern des Kraftstoffs zu ermöglichen. Diese Umstellung soll jährlich rund 15.000 Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen. Im Vergleich zu Diesel könnte HVO eine CO₂-Reduktion von 80 bis 90 Prozent bewirken. Zudem hat DHL bereits acht mit Bio-Flüssigerdgas (Bio-LNG) betriebene Lkw eingeführt, die die Emissionen um etwa 800 Tonnen pro Jahr verringern.
Auch JLR stellt seine britische Flotte auf alternative Kraftstoffe um und strebt damit eine Reduzierung der CO₂-Emissionen um 84 Prozent an. Diese Maßnahme wird jährlich über 8.000 Tonnen CO₂-Äquivalente einsparen. Die Initiative steht im Einklang mit den wissenschaftlichen Zielen der Science Based Targets initiative (SBTi), die JLR bis 2030 erreichen will.
DHL wird bis April 2024 seine gesamte britische Kernflotte im JLR-Betrieb auf alternative Kraftstoffe umstellen. Dieser Schritt ermöglicht es dem Unternehmen, die Leistung der Kraftstoffe und die betrieblichen Abläufe effizienter zu bewerten.
Die Investitionen und Flottenmodernisierungen von DHL werden zu erheblichen CO₂-Einsparungen führen. Der Ausbau von HVO-Kraftstoff und Bio-LNG-Lkw zeigt einen klaren Trend hin zu einer grüneren Logistik. Die Umstellung der JLR-Flotte unterstreicht zudem den branchenweiten Vorstoß, die Emissionen im Transportsektor zu senken.






