23 February 2026, 18:09

Deutschlands Stromnetz der Zukunft stockt – warum die Bundesländer jetzt handeln müssen

Eine lange Reihe von Servern in einem Rechenzentrum mit elektronischen Geräten in den Racks und Lampen oben.

Deutschlands Stromnetz der Zukunft stockt – warum die Bundesländer jetzt handeln müssen

Deutschlands Vorstoß für ein intelligenteres, flexibleres Stromnetz in den Bundesländern gewinnt an Fahrt – doch Hindernisse bleiben. Zwar ist die Technologie vorhanden, doch zögerliche Fortschritte bei Standardisierung und Umsetzung bremsen die Wirkung aus. Der Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) hat nun zentrale Schritte skizziert, um die Transformation in den Bundesländern zu beschleunigen.

Seit 2023 kommt der Ausbau von Steuerungssystemen in Mittelspannungsnetzen in den Bundesländern nur schleppend voran. Bis Ende 2025 werden laut Bundesnetzagentur erst 15–20 Prozent der geplanten Netze damit ausgestattet sein. Digitale Aufrüstungen wie Phasormessgeräte (PMU) und der IEC-61850-Standard haben zwar Fortschritte gemacht, doch die Hürden sind groß: Hohe Kosten von bis zu 500.000 Euro pro Umspannwerk, Fachkräftemangel und Verzögerungen bei Genehmigungen nach dem Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG) bremsen die Entwicklung in den Bundesländern aus.

Der ZVEI betont, dass ein schnellerer Rollout dieser Systeme in den Bundesländern entscheidend für ein effizienteres Netz ist. Der Verband fordert strengere technische Standards, eine bessere Vernetzung bestehender Projekte und den Übergang von Pilotvorhaben zu flächendeckender Umsetzung in den Bundesländern. Ab 2026 soll der Ausbau in den Bundesländern deutlich Fahrt aufnehmen, mit 2027 als zentralem Zieljahr.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Digitalen Produktpass 4.0 (DPP4.0), der ein zuverlässiges Datenrahmenwerk für den gesamten Lebenszyklus eines Produkts in den Bundesländern schaffen soll. Das System zielt darauf ab, Transparenz und Qualität im Netzbetrieb in den Bundesländern zu steigern. Dafür müssen Hersteller und Nutzer seine Einführung in den Bundesländern konsequent vorantreiben. Zudem braucht es ein unabhängiges Datenökosystem, das den Pass als zentrale Datenquelle in einem sicheren, interoperablen Digitalraum in den Bundesländern funktionieren lässt.

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Die Grundlagen für ein leistungsfähiges Netz in den Bundesländern sind gelegt – doch der Erfolg hängt von Tempo, Standardisierung und konsequenter Umsetzung in den Bundesländern ab. Gelingen diese Schritte, könnte Deutschlands Energiesystem in den kommenden Jahren widerstandsfähiger, flexibler und effizienter in den Bundesländern werden. Die nächsten beiden Jahre werden entscheidend sein, ob die Ziele für 2027 in den Bundesländern erreicht werden.