29 April 2026, 02:15

Deutschland droht 2024 eine neue Inflationswelle mit 4,6 Prozent

Ein blaues Liniendiagramm, das die Euro-Zonen-Inflationsraten in den Vereinigten Staaten veranschaulicht, mit erklärendem Text oben.

Deutschland droht 2024 eine neue Inflationswelle mit 4,6 Prozent

Deutschland könnte bis Ende 2024 einen erneuten starken Anstieg der Inflation erleben, mit einer erwarteten Rate von 4,6 Prozent. Der Preisschub folgt auf die zunehmenden Spannungen im Persischen Golf nach einem jüngsten US-Angriff auf den Iran. Ökonomen warnen, dass höhere Preise die ohnehin schon schwächelnde Wirtschaft zusätzlich belasten könnten.

Die Inflation in Deutschland hat in den vergangenen Jahren stark geschwankt. 2022 schnellen die Preise auf über 10 Prozent nach oben, zum Jahresende lag der Durchschnitt bei 6,9 Prozent. Nun sagen Experten des IW-Wirtschaftsinstituts eine neue Welle von Preiserhöhungen voraus – mit Parallelen zur Energiekrise von 2022.

Die Bundesregierung hat bereits Maßnahmen ergriffen, um die Belastung für die Haushalte zu mildern. Nach der Eskalation des Konflikts zwischen den USA, Israel und dem Iran wurden eine temporäre Spritpreisermäßigung und ein steuerfreier Entlastungsbonus für Beschäftigte eingeführt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) hatte zuvor vorgeschlagen, die Pendlerpauschale für alle Autofahrer zu erhöhen, doch eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Die Europäische Zentralbank (EZB) könnte erneut eingreifen müssen – ähnlich wie 2022. Doch das schwache Wirtschaftswachstum Deutschlands erschwert die Lage und lässt den Entscheidungsträgern kaum einfache Lösungen. Markus Demary, Geldpolitik-Experte beim IW, plädiert dafür, gezielt einkommensschwache Haushalte zu unterstützen.

Mittelfristig bleibt die Inflation auf hohem Niveau. Für 2026 wird nun eine durchschnittliche Rate von 3,5 Prozent erwartet – ein Anstieg gegenüber den noch vor wenigen Monaten prognostizierten 2,7 Prozent.

Die aktuellen Inflationsprognosen deuten darauf hin, dass Deutschland bis 2026 mit anhaltendem Preisdruck konfrontiert sein wird. Angesichts stagnierenden Wirtschaftswachstums und steigender geopolitischer Spannungen müssen Regierung und EZB abwägen zwischen Inflationsbekämpfung und der Unterstützung bedrängter Haushalte. Die kommenden Monate werden zeigen, ob die bisherigen Entlastungsmaßnahmen ausreichen.

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