Deutsches Blechspielzeugmuseum kämpft mit Sparmaßnahmen um sein Überleben
Lotta AlbrechtDeutsches Blechspielzeugmuseum kämpft mit Sparmaßnahmen um sein Überleben
Das Deutsche Blechspielzeugmuseum in Krefeld-Fichtenhain führt tiefgreifende Veränderungen durch, um die finanzielle Notlage zu bewältigen. Als einzige Einrichtung ihrer Art in Deutschland setzt das Museum nun auf Kostensenkungen: Personal wird abgebaut, das Angebot eingeschränkt und die Öffnungszeiten angepasst.
Aktuell klafft im Haushalt des Museums eine jährliche Lücke von 60.000 bis 80.000 Euro. Um diese zu schließen, wurde das Team verkleinert – eine Restauratorin entlassen und eine Forschungsstelle auf Teilzeit reduziert. Von der Stadt Krefeld gab es bisher keine finanzielle Unterstützung, sodass die Einrichtung auf Einnahmen aus Leihausstellungen, Fachvorträgen und Buchverkäufen angewiesen ist.
Weitere Einsparungen betreffen die Führungen, die bisher mit einem jährlichen Verlust von rund 8.000 Euro verbunden waren. Künftig finden sie nur noch mittwochnachmittags statt, buchbar online oder telefonisch. Auch die Bürozeiten wurden auf Montag bis Mittwoch begrenzt.
Trotz der Herausforderungen arbeitet das Museum mit Pädagogen an einem neuen Programm namens Junge Forscher entdecken, das speziell Jugendliche ansprechen und für die Sammlungen begeistern soll.
Die Zukunft des Deutschen Blechspielzeugmuseums bleibt angesichts der finanziellen Belastung ungewiss. Mit weniger Personal, weniger Führungen und eingeschränkten Öffnungszeiten kommt es nun auf alternative Finanzquellen und Bildungspartnerschaften an. Der Erfolg des Programms Junge Forscher entdecken könnte dabei eine Schlüsselrolle für den Erhalt der Einrichtung spielen.






