Deutsche Telekom übernimmt Essener Glasfasernetz von DOKOM21

Deutsche Telekom übernimmt Essener Glasfasernetz von DOKOM21
DOKOM21 verkauft Essener Glasfasernetz an Deutsche Telekom
DOKOM21 hat sein Glasfasernetz in Essen an die Deutsche Telekom veräußert. Der Deal umfasst eine 75 Kilometer lange Infrastruktur, die rund 25.000 Haushalte in den Stadtteilen Frohnhausen und Huttrop versorgt. Das Unternehmen bestätigte, dass der Verkauf Teil einer strategischen Neuausrichtung sei, um sich auf andere Schwerpunkte zu konzentrieren.
Der Prozess begann im September 2024, als DOKOM21 das Ingenieurbüro Voss Engineering mit der Bewertung und Vermarktung des Essener Netzes beauftragte. Noch im Dezember desselben Jahres trat das Unternehmen dem Branchenverband BUGLAS bei, doch diese Mitgliedschaft spielte bei dem späteren Verkauf keine Rolle. Die Verhandlungen mit der Deutschen Telekom verliefen auf Augenhöhe, bis der Konzern schließlich das überzeugendste Angebot unterbreitete.
Hinter dem Verkauf stehen weder finanzielle Schwierigkeiten noch Leistungsprobleme des Netzes. Stattdessen entschied sich DOKOM21, seine Investitionen auf den Ausbau von reinen Glasfaseranschlüssen (FTTH) in Dortmund zu fokussieren. Zwar prüfte das Unternehmen, ob ein Zugang über Offene-Netz-Nutzungsvereinbarungen möglich wäre, doch hätte dies erhebliche zusätzliche Mittel erfordert. Unter der neuen Eigentümerschaft wird die Telekom das Essener Netz als offene Infrastruktur betreiben. Kunden behalten während der Übergangsphase ihre FTTH-Dienste und können später den Anbieter wechseln. Der genaue Zeitpunkt für den Markteintritt der Telekom in Essen liegt im Ermessen des Unternehmens und wird noch bekannt gegeben.
Die Deutsche Telekom übernimmt damit die Kontrolle über das Essener Netz, das 25.000 Haushalte anschließt. Von dem Deal ausgenommen bleibt eine mögliche Offene-Netz-Nutzung der Kerninfrastruktur von DOKOM21 in Dortmund durch die Telekom. Für die Kunden ändert sich vorerst nichts an den Leistungen, doch unter der neuen Struktur wird sich das Angebot an Anbietern künftig erweitern.

