29 March 2026, 04:03

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im Schlager-TV – und bleibt selbst unermüdlich auf der Bühne

Eine Frau in einem schwarzen und weißen Outfit aus den 1950er-Jahren singt fröhlich in ein Mikrofon auf einer von einem Scheinwerfer beleuchteten Bühne.

Dagmar Frederic kritisiert fehlende Vielfalt im Schlager-TV – und bleibt selbst unermüdlich auf der Bühne

Dagmar Frederic blickt auf sechs Jahrzehnte im Schlagergeschäft zurück – und ist doch so aktiv wie eh und je. In einem Alter, in dem die meisten in Rente gehen, steht sie noch bis zu 60 Mal im Jahr auf der Bühne – und das bei bescheidenem Renteneinkommen. Jetzt meldet sie sich zu Wort und kritisiert die mangelnde Abwechslung bei den TV-Gastlisten, weigert sich aber, die Moderatoren selbst dafür verantwortlich zu machen.

Frederics Karriere umfasst 60 Jahre, geprägt von Schlagerklassikern, Musicalnummern und Chansons. Trotz ihres langjährigen Erfolgs übt sie Kritik an modernen Fernsehformaten, die immer wieder dieselben Stars einladen. Dadurch hätten weniger etablierte oder weniger bekannte Künstler kaum eine Chance, sich zu präsentieren.

Allerdings nimmt sie bekannte Moderatoren wie Florian Silbereisen und Giovanni Zarrella in Schutz. Die Auswahl der Gäste liege nicht in der Hand der Präsentatoren, sondern bei den Redaktionen, betont Frederic. Die Moderatoren allein für den Mangel an neuen Gesichtern verantwortlich zu machen, sei daher nicht gerechtfertigt.

Seit der Wiedervereinigung 1990 ist der deutsche Schlager im Fernsehen eine Konstante. Zwei Formate dominieren die Landschaft: Immer wieder sonntags (ARD), das fast 30 Jahre lang lief, bevor es 2026 eingestellt wurde, und der Fernsehgarten (ZDF), der in diesem Jahr sein 40-jähriges Jubiläum feiert. Letzterer, moderiert von Andrea Kiewel, verzeichnete im vergangenen Jahr durchschnittlich 1,69 Millionen Zuschauer – ein Beweis für die anhaltende Beliebtheit des Genres.

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Frederics Aussagen lenken den Blick auf ein langjähriges Problem des Schlagers im Fernsehen, wo etablierte Namen oft Vorrang vor neuen Gesichtern haben. Gleichzeitig zeigt ihr eigener unermüdlicher Tourplan, dass die Nachfrage nach Live-Auftritten unvermindert hoch bleibt. Mit Formaten wie dem Fernsehgarten, die weiterhin Millionen Zuschauer erreichen, gibt es keine Anzeichen dafür, dass das Genre an Strahlkraft verliert – auch wenn die Debatte über mehr Vielfalt bei den Gästen weitergeht.

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