10 February 2026, 06:05

Commerzbank baut Asset Management um und setzt auf Multi-Asset-Strategien

Ein altes Aktienzertifikat mit einem Mann und einer Frau, auf dem der Name der Bank und das Ausstellungsdatum gedruckt sind.

Commerzbank baut Asset Management um und setzt auf Multi-Asset-Strategien

Die Commerzbank hat ihre Führungsebene und Strategie im Asset Management grundlegend neu aufgestellt. Das Hamburger Institut beförderte kürzlich Peter Kraus zum Leiter des Portfoliomanagements für Aktien und setzte Tim Juskowiak von der Festverzinslichen-Sparte in den Aktienvertrieb um. Diese Personalentscheidungen unterstreichen die verstärkte Ausrichtung der Bank auf Multi-Asset-Strategien sowie ihren Ausbau am deutschen Markt.

Seit Oktober 2024 leitet Peter Kraus das Portfoliomanagement für Aktien bei Commerzbank. Seine Berufung steht im Einklang mit dem strategischen Ziel der Bank, ihr Angebot an Multi-Asset-Lösungen auszubauen – darunter Fonds wie der Commerzbank Guardian, Multi Asset Balanced und Multi Asset Defensive. Diese Strategien setzen auf geringe Volatilität, Marktschutz und einen starken europäischen Fokus.

Zudem hat die Bank ihr Team für defensive Anlagen verstärkt. Jens Breuer übernahm im April 2025 die Leitung der defensiven Strategien und unterstreicht damit das Engagement Commerzbank für risikooptimierte Portfolios. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Expansion in Deutschland: Matthias Grimm fungierte von Oktober 2023 bis Oktober 2025 als Leiter Institutionelle Kunden Deutschland. Seine Position spiegelt die wachsende Bedeutung der DACH-Region für institutionelle Anleger wider.

Parallel dazu wechselte Tim Juskowiak Anfang 2025 vom Vertrieb festverzinslicher Wertpapiere in den Aktienvertrieb. Vom Standort Düsseldorf aus bringt er über 25 Jahre Branchenerfahrung ein – davon den Großteil bei der HSBC –, seit er im November 2023 zu Commerzbank stieß. Sein Wechsel verdeutlicht die Bestrebungen der Bank, ihre Aktiensparte neben dem allgemeinen Wachstum im Asset Management zu stärken.

Die Finanzkennzahlen für 2024 belegen den Erfolg dieser Strategie: Die Bank verwaltete ein Vermögen von 39 Milliarden Euro – ein Plus von 3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Nettogewinn kletterte deutlich um 49 % auf 82 Millionen Euro, ein klares Indiz für die wachsenden Geschäftsaktivitäten und strategischen Anpassungen.

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Die jüngsten Führungswechsel und strategischen Weichenstellungen bei Commerzbank zeigen eine konsequente Fokussierung auf Multi-Asset-Fonds und das Deutschlandgeschäft. Mit steigenden verwalteten Vermögen und Gewinnen positioniert sich die Bank für eine weitere Expansion im Aktien- und Institutionengeschäft. Gleichzeitig spiegeln die Maßnahmen den branchenweiten Trend wider, risikooptimierte Portfolios und die regionale Kundenbindung auszubauen.