17 April 2026, 06:05

"Circle of Life"-Komponist verklagt Komiker wegen Song-Verfälschung

Alte Werbeplakat mit einem Löwenkopf mit wildem Ausdruck und wallender Mähne, mittig mit dem Text 'Löwe'.

"Circle of Life"-Komponist verklagt Komiker wegen Song-Verfälschung

Lebohang Morake, der Grammy-prämierte Komponist hinter dem ikonischen "Circle of Life"-Gesang aus "Der König der Löwen", verklagt den simbabwischen Komiker Learnmore Jonasi. Im Mittelpunkt der Klage steht Jonasis umstrittene Übersetzung des Songtextes, die Morake zufolge die kulturelle Bedeutung des Stücks verfälsche.

Jonasi, bekannt durch seine Auftritte bei "America's Got Talent" und seine Comedy-Tourneen in den USA, hatte bereits zuvor Kritik geerntet, weil er in seinen Programmen Disneys Afrikadarstellung infrage stellte. Nun fordert Morake Millionenentschädigung für die Äußerungen des Komikers.

Der Streit eskalierte, als Jonasi die Originaltexte in Zulu und Xhosa mit den Worten "Schaut, da ist ein Löwe. Oh mein Gott" übersetzte. Disneys offizielle Version lautet hingegen "Hoch lebe der König, wir alle verneigen uns vor dem König". Morakes Anwälte argumentieren, Jonasi habe seine Deutung als Fakt präsentiert und nicht als Comedy – und damit den Schutz durch die Meinungsfreiheit untergraben.

Morake, der unter dem Künstlernamen Lebo M auftritt, wirft Jonasi vor, die kulturelle Bedeutung des Gesangs bewusst herabgewürdigt zu haben. In der Klageschrift wird der Schaden auf über 20 Millionen Dollar beziffert; zusätzlich werden 7 Millionen Dollar als Strafschadensersatz gefordert.

Jonasi zeigte sich unterdessen unterstützend gegenüber Morake und schlug vor, gemeinsam ein Video zu drehen, um die tiefere Bedeutung des Songs zu erläutern. Dennoch läuft das Verfahren weiter – ein Symbol für die Spannungen zwischen künstlerischer Freiheit und kulturellem Respekt.

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Nun muss ein Gericht entscheiden, ob Jonasis Übersetzung als Satire oder als schädliche Verfälschung zu werten ist. Sollte Morake Recht bekommen, könnte der Fall Maßstäbe setzen, wie über kulturelle Werke in der Comedy gesprochen werden darf. Bis dahin warten beide Seiten auf die weiteren rechtlichen Schritte.

Quelle