21 March 2026, 00:04

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Schwarze und weiße Zeitschriftumschlag mit der Aufschrift 'Humoristische Liste', auf dem ein Mann im Anzug mit ernster Miene und eine Frau mit leichtem Grinsen zu sehen ist.

Christian Ulmen in schwerer Krise: Ex-Frau wirft ihm digitale Identitätsfälschung vor

Der deutsche Komiker und Schauspieler Christian Ulmen sieht sich schweren Vorwürfen seiner Ex-Frau Collien Fernandes ausgesetzt. Sie wirft ihm vor, in ihrem Namen gefälschte Online-Profile erstellt, explizite Inhalte verbreitet und unter ihrer Identität Telefonsex praktiziert zu haben. Die Anschuldigungen haben die Debatte über Frauenfeindlichkeit in der Unterhaltungsbranche neu entfacht – besonders vor dem Hintergrund von Ulmens umstrittenen TV-Rollen in der Vergangenheit.

Fernandes bezeichnete die Handlungen als "virtuelle Vergewaltigung" und betonte, er habe damit klar definierte Grenzen überschritten. Ihre öffentliche Stellungnahme fügt sich in die laufende Diskussion über Männer ein, die die Privatsphäre und das Einverständnis von Frauen verletzen.

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Bekannt wurde Ulmen Mitte der 2000er durch die ProSieben-Realityshow "Mein neuer Freund", in der er wöchentlich einen anderen "schrecklichen Freund" spielte – oft Figuren, die ihre Partnerinnen herabwürdigten oder kontrollierten. Eine seiner berüchtigtsten Rollen war die des Adligen Alexander von Eich, ein reicher Aristokrat, der seine Freundin mit einem Stock herumkommandierte. Das Format der Sendung umfasste peinliche "Herausforderungen", etwa die Aufgabe, die neue Freundin der Familie vorzustellen – nur um sich anschließend abscheulich zu benehmen.

Eine weitere umstrittene Produktion war "Wer will meine Freundin vögeln?", in der Ulmen Männer dazu einlud, in einem Wettbewerb zu ermitteln, wer die "heißeste" Freundin habe. Der frauenverachtende Ton und die erniedrigenden Aufgaben der Show zogen damals scharfe Kritik auf sich.

Als die Beziehung zwischen Ulmen und Fernandes 2010 öffentlich wurde, fragten sich manche, warum ein "brillanter, geistreicher Intellektueller" wie Ulmen mit einer "hübschen, aber etwas austauschbaren" Viva-Moderatorin wie Fernandes zusammen sei. Jetzt hat Fernandes die Vorwürfe erhoben, Ulmen habe in ihrem Namen Fake-Profile angelegt, pornografisches Material verbreitet und sich als sie ausgegeben, um Telefonsex zu betreiben. Sie erstattete in Spanien Anzeige und bezeichnete die Taten als "virtuelle Vergewaltigung".

Bisher haben sich keine weiteren Frauen mit ähnlichen Vorwürfen gegen Ulmen zu Wort gemeldet. Der Fall bleibt auf Fernandes' Anschuldigungen beschränkt, die jedoch eine breite Debatte über Verantwortung in Medien und Unterhaltungsindustrie ausgelöst haben.

Ihre Vorwürfe lenken den Blick erneut auf Ulmens frühe Arbeiten und deren Umgang mit Frauen. Im Netz wird inzwischen die Überlebende von Missbrauch, Gisèle Pelicot, zitiert, deren Leitspruch lautet: "Die Scham muss die Seite wechseln." Während das juristische Verfahren läuft, wirft der Fall grundsätzliche Fragen zu Einverständnis, Ausbeutung und den langfristigen Folgen frauenfeindlicher Medieninhalte auf.

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