Christian Keller bricht sein Schweigen zum überraschenden Rauswurf beim 1. FC Köln
Miriam KönigChristian Keller bricht sein Schweigen zum überraschenden Rauswurf beim 1. FC Köln
Christian Keller hat sich offen über seinen plötzlichen Abgang beim 1. FC Köln geäußert. Der ehemalige Sportdirektor wurde nur wenige Tage vor dem Aufstieg der Mannschaft in die Bundesliga entlassen. Seine Entlassung erfolgte gemeinsam mit Cheftrainer Gerhard Struber nach einem 1:1-Unentschieden gegen den Tabellenletzten Jahn Regensburg – ein Ergebnis, das die Entscheidung des Vereins beschleunigte.
Keller gab zu, dass es ihn emotional berührt habe, die Aufstiegsfeiern des Teams im Fernsehen zu verfolgen. Dennoch betont er, dem Verein keinen Groll für die Trennung zu hegen.
Der 54-Jährige verteidigte Strubers Bilanz und argumentierte, dass eine einzige Punkteteilung gegen einen abstiegsbedrohten Gegner kein Grund für eine Entlassung sein dürfe. Er sei überzeugt gewesen, dass die Mannschaft auch unter Strubers Führung den Aufstieg geschafft hätte. Unverständnis zeigte Keller gegenüber dem Druck, den der "Gemeinsame Ausschuss" des Vereins auf Trainerentscheidungen ausübte – ebenso wie gegenüber Forderungen, dem Spieler Said El Mala einen festen Stammplatz zu garantieren.
Seit seinem Abschied vom 1. FC Köln zieht Keller eine Rückkehr in den Profifußball in Betracht, hat jedoch noch keine passende Gelegenheit gefunden. Parallel lotet er Möglichkeiten in der Selbstständigkeit aus und erhielt sogar Angebote für Geschäftsführerpositionen außerhalb der Sportbranche.
Sein Rauswurf erfolgte trotz jahrelanger konsequenter Unterstützung für Struber. Dass die Trennung ausgerechnet kurz vor dem feststehenden Aufstieg vollzogen wurde, machte die Entscheidung für ihn besonders schwer verdaulich. Dennoch räumt Keller dem Verein das Recht ein, Veränderungen vorzunehmen – auch wenn er die dahinterstehenden Gründe nicht teilt.
Über seinen nächsten Karriereschritt ist sich Keller noch im Unklaren. Zwar bleibt er offen für Aufgaben im Fußball, doch prüft er derzeit auch Optionen jenseits des Sports. Sein Fokus liegt nun darauf, die vor ihm liegenden Chancen zu bewerten – sei es in Führungspositionen oder im Rahmen einer selbstständigen Tätigkeit.






