CDA fordert Reformen: Höhere Kilometerpauschale gegen explodierende Spritpreise
Miriam KönigCDA fordert Reformen: Höhere Kilometerpauschale gegen explodierende Spritpreise
Dennis Radtke, Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA), hat dringende Reformen gefordert, um die Belastung durch steigende Spritpreise zu verringern. Er kritisierte die Regierung scharf: Spar-Tipps seien unzureichend, wenn Autofahrer mit immer höheren Kosten konfrontiert seien. Stattdessen schlug er konkrete Maßnahmen vor, um Pendler und Unternehmen gleichermaßen zu entlasten.
Radtke verwies auf die veraltete Kilometerpauschale, die steuerfreie Entschädigung für Dienstfahrten mit dem Privatfahrzeug. Derzeit liegt sie bei 0,30 Euro pro Kilometer – ein Satz, der seit 2009 unverändert blieb und in den letzten fünf Jahren nicht einmal angepasst wurde. Radtke forderte eine Erhöhung auf 0,38 Euro, um die gestiegenen Kosten widerzuspiegeln.
Autofreie Sonntage lehnte er als unrealistisch ab, insbesondere für Berufstätige, die auf ihr Fahrzeug angewiesen sind. Solche Maßnahmen gingen am eigentlichen Problem vorbei: dem kontinuierlichen Anstieg der Spritpreise, getrieben von geopolitischen Spannungen.
Neben der Anhebung der Kilometerpauschale setzte sich Radtke für ein neues, steuerfreies Mobilitätsgeld speziell für Dienstreisen ein. Um die Preistreiberei an den Tankstellen einzudämmen, verlangte er eine strengere Durchsetzung des Wettbewerbsrechts. Zwar räumte er ein, dass globale Faktoren die Spritpreise hochhalten würden – doch statt vager Sparappelle brauche es gezielte Entlastungen.
Die Vorschläge der CDA zielen darauf ab, Autofahrern durch höhere Erstattungssätze und neue Zuschüsse direkte finanzielle Unterstützung zu bieten. Radtkes Plan umfasst zudem eine verschärfte Marktaufsicht, um überhöhte Preise zu verhindern. Würden die Änderungen umgesetzt, wäre es die erste Anpassung der Kilometerpauschale seit über einem Jahrzehnt.






