Bürgerinitiative lehnt Solingens umstrittenes Mobilitätskonzept ab – was jetzt?
Anna FuchsBürgerinitiative lehnt Solingens umstrittenes Mobilitätskonzept ab – was jetzt?
Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) hat das Integrierte Mobilitätskonzept der Stadt in seiner aktuellen Fassung abgelehnt. Die Initiative kritisiert, dass zentrale Probleme ignoriert wurden, während einige Vorschläge im Widerspruch zu früheren Verkehrsentscheidungen stehen.
Ein Hauptkritikpunkt betrifft die Viehbachtalstraße. Trotz früherer Absprachen sieht der Plan dort keine Priorisierung des elektromotorisierten Verkehrs mehr vor. Die Verzögerung hängt mit noch nicht geklärten Änderungen an der Kreuzung Bonner Straße zusammen.
Ein weiteres Problem sehen die Aktivisten bei der Merscheider- und Beethovenstraße. Das Konzept gehe nicht auf Konflikte zwischen verschiedenen Verkehrsteilnehmern ein – obwohl bereits eine Lösung vorgeschlagen worden war. Diese hätte den ÖPNV aufrechterhalten und gleichzeitig Parkplätze erhalten können.
Die BfS lehnt zudem den Vorschlag der Grünen ab, bestehende Garagen für die Entlastung des Straßenparkens umzufunktionieren. Dies werde als Eingriff in das Privateigentum gewertet. Zudem stellt die Gruppe infrage, ob die Ausweisung von Straßen als Hauptverkehrsadern die Situation für Anwohner tatsächlich entspanne. Ein solcher Schritt stehe im Widerspruch zu einer früheren Entscheidung, die den Verkehr in Aufderhöhe reduzieren sollte.
Trotz der Ablehnung des aktuellen Plans bekräftigt die BfS, weiter an Mobilitätslösungen zu arbeiten. Das Konzept diene zwar als Referenz, aber nicht als starre Vorlage.
Die Ablehnung lässt die Verkehrsstrategie der Stadt vorerst in der Schwebe. Die BfS fordert, dass künftige Pläne die Bedürfnisse der Bürger und frühere Beschlüsse stärker berücksichtigen müssen. In den kommenden Monaten sind weitere Diskussionen zur Verkehrssteuerung zu erwarten.






