26 February 2026, 04:07

Bundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März 2026 bleibt alles zu

Ein Plakat mit Text über Arzneimittelpreisunterschiede im Jahr 2022, mit ein paar Flaschen und einer Spritze unten.

Bundesweiter Apotheken-Protest: Am 23. März 2026 bleibt alles zu

Apotheken in ganz Deutschland schließen am 23. März 2026 für einen Protesttag

Am 23. März 2026 bleiben Apotheken bundesweit für einen Tag geschlossen, um mit einem Warnstreik auf die prekäre Lage des Sektors aufmerksam zu machen. Nach Jahren der Schließungen fordern die Organisatoren die Politik auf, endlich Stabilisierungsmaßnahmen einzuleiten. Notfallversorgung bleibt jedoch über die Bereitschaftsdienste gewährleistet.

Die von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe (AVWL) angeführte Aktion sieht vor, dass alle teilnehmenden Apotheken schließen – mit Ausnahme derer, die Notdienste anbieten. In Düsseldorf ist eine große Kundgebung geplant. Die Apotheker warnen: Ohne politische Gegenmaßnahmen werde die Patientenversorgung leiden – durch längere Anfahrtswege, Wartezeiten und den Wegfall von Dienstleistungen wie Impfungen.

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Finanzielle Not treibt die Krise voran Laut Gabriele Preis, Präsidentin der Bundesapothekerkammer, erwirtschaften 35 Prozent der deutschen Apotheken weniger als 100.000 Euro Jahresgewinn, sieben Prozent schreiben sogar Verluste. Steigende Kosten, stagnierende Vergütungen, Inflation und Lieferengpässe haben jede vierte Apotheke in existenzielle Schwierigkeiten gestürzt. Mit der Aktion rufen die Organisatoren auch die Bevölkerung auf, eine Online-Petition zu unterstützen, um den Druck auf die Entscheidungsträger zu erhöhen.

Der Sektor warnt: Bleibt alles wie bisher, werden weitere Schließungen folgen – mit gravierenden Folgen für die medizinische Grundversorgung. Die Apotheker betonen, ihr Protest diene vor allem den Patienten, um eine zuverlässige und zeitnahe Behandlung langfristig zu sichern.

Am 23. März bleiben die meisten Apotheken geschlossen, Notdienste laufen jedoch weiter. Die Initiatoren hoffen, dass der geschlossene Auftritt die Politik zum Handeln zwingt – etwa bei der Finanzierung und der Bürokratie. Ohne Reformen, so die klare Botschaft, seien weitere Schließungen und eine Verschlechterung der Patientenversorgung unvermeidbar.