Briefwahl in Solingen: Warum so viele Stimmen bei der Stichwahl fehlten
Anna FuchsBriefwahl in Solingen: Warum so viele Stimmen bei der Stichwahl fehlten
Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen: Rücklauf der Briefwahlstimmen sinkt
Bei der Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Solingen ging der Rücklauf der Briefwahlunterlagen im Vergleich zu früheren Jahren zurück. Das Wahlamt hatte 24.229 Stimmzettel verschickt, doch nur 73,3 Prozent wurden zurückgesandt – ein deutlicher Rückgang gegenüber der Rücklaufquote von 81 Prozent bei der Stichwahl 2015.
Insgesamt wurden 16.415 Briefwahlstimmen bei der diesjährigen Stichwahl ausgezählt. Allerdings nutzten 6.466 wahlberechtigte Bürger, die einen Wahlbrief erhalten hatten, diesen nicht. Weitere 1.348 Wähler entschieden sich stattdessen dafür, ihre Stimme persönlich im Wahllokal abzugeben.
Die engen postalischen Fristen trugen maßgeblich zur geringeren Rücklaufquote bei. Das Wahlamt stellte Ersatzunterlagen bis zum Samstag, den 27. September, bis 12 Uhr mittags aus. Dennoch gab etwa ein Viertel der Antragsteller ihre Stimmen nicht ab und konnte folglich nicht wählen.
Stichwahlen verzeichnen in der Regel eine niedrigere Wahlbeteiligung als die Hauptwahlen. 2015 lag die Rücklaufquote bei der Stichwahl bei 81 Prozent, während sie bei der Hauptwahl desselben Jahres noch 91,38 Prozent betrug.
Die endgültige Auszählung zeigt, dass weniger Stimmzettel zurückgesandt wurden als bei früheren Stichwahlen. Behördenführende wiesen darauf hin, dass Postverzögerungen und das Wählerverhalten das Ergebnis beeinflussten. Das Wahlamt hat bisher keine weiteren Details zur Gesamtwahlbeteiligung oder zur Stimmenverteilung bekannt gegeben.






