10 April 2026, 18:04

Blockchain revolutioniert Wasserstoff-Lieferketten mit H2-Trust-Plattform

Tortendiagramm, das die Marktkapitalisierungen von Kryptowährungen im Jahr 2016 zeigt, mit Abschnitten für Bitcoin, Ethereum, Litecoin und andere Kryptowährungen auf einem weißen Hintergrund.

Blockchain revolutioniert Wasserstoff-Lieferketten mit H2-Trust-Plattform

Open-Source-Plattform H2-Trust: Blockchain soll Wasserstoff-Lieferketten transparent machen

Eine neue Open-Source-Plattform mit dem Namen H2-Trust wird entwickelt, um Wasserstoff-Lieferketten mithilfe von Blockchain-Technologie nachverfolgbar zu gestalten. Das System soll als eine Art "digitaler Fingerabdruck" für Wasserstoff fungieren, komplexe Produktionswege transparent abbilden und gleichzeitig regulatorische Prüfungen automatisieren. Mit einer Förderung von 2 Millionen Euro ist das Projekt Teil einer größeren Initiative, die einen marktfähigen Ansatz ohne Herstellerbindung ("Vendor Lock-in") schaffen will.

Die H2-Trust-Lösung entsteht im Rahmen des Forschungsvorhabens DUH-IT, das über das EFRE/JTF-Programm in Nordrhein-Westfalen finanziert wird. Die Plattform nutzt Blockchain, um manipulationssichere Daten entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu erfassen – von der Energieerzeugung bis zum Endverbraucher. Damit zielt das Projekt insbesondere auf die Automatisierung der RED-Kriterien-Dokumentation für grünen Wasserstoff ab, ein Prozess, der derzeit durch unterschiedliche Produktionsbedingungen und Abhängigkeiten erschwert wird.

Unternehmen können Daten auf drei Wegen eingeben: manuell, per CSV-Hochlad oder über direkte Schnittstellen zu IoT-Gateways. Das Projekt hat bereits regionale Unternehmen über den Transferkreis "BlockcH2ain" gewonnen, der sich auf digitale Produktpässe für Wasserstoff spezialisiert. Zwei Industriepartner – ausgewählt wegen ihrer starken Pilot-Infrastruktur und ihres Engagements für Nachhaltigkeit – werden den ersten Prototypen bis Mitte 2026 testen.

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Ziel ist es, H2-Trust innerhalb von fünf Jahren als wettbewerbsfähige Alternative zu etablieren und Unternehmen so einen klaren Vorteil in den Bereichen Compliance und Lieferkettenmanagement zu verschaffen. Die ersten Praxistests mit ausgewählten Partnern sind für Mitte 2026 geplant. Durch den Einsatz von Blockchain will die Plattform Compliance-Prozesse vereinfachen und eine lückenlose Transparenz über Wasserstoffnetzwerke ermöglichen. Bei Erfolg könnte das System die Art und Weise, wie Unternehmen die Produktion von grünem Wasserstoff nachverfolgen und verifizieren, in den kommenden Jahren grundlegend verändern.

Quelle