11 March 2026, 20:04

BGH-Urteil: Deutsche Bank muss Postbank-Aktionäre mit Millionen entschädigen

Eine alte deutsche Banknote mit einer Vogeldarstellung und der Aufschrift "Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaf Berlin".

BGH verwirft Beschwerde der Deutschen Bank im Postbank-Streit - BGH-Urteil: Deutsche Bank muss Postbank-Aktionäre mit Millionen entschädigen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat einen jahrelangen Rechtsstreit zwischen der Deutschen Bank und ehemaligen Aktionären der Postbank beendet. Im Mittelpunkt des Konflikts stand ein Übernahmeangebot aus dem Jahr 2010, bei dem Anleger geltend machten, für ihre Aktien zu wenig erhalten zu haben. Mit dem aktuellen Urteil bestätigt das Gericht nun, dass sie mehr als das Doppelte des ursprünglichen Betrags hätten bekommen müssen.

Der Fall nahm seinen Anfang, als dreizehn ehemalige Postbank-Aktionäre gegen die Deutsche Bank klagten. Sie hielten das im Jahr 2010 angebotene Kaufpreis von 25 Euro pro Aktie für unangemessen und bestanden auf 57,25 Euro – den Aktienkurs aus dem Jahr 2008. Ihre Argumentation stützte sich darauf, ob die Deutsche Bank bereits vor dem offiziellen Übernahmeangebot die Kontrolle über die Postbank erlangt hatte.

Das Oberlandesgericht Köln hatte zunächst zugunsten der Aktionäre entschieden. Die Deutsche Bank legte zwar Berufung ein, doch der BGH wies diese nun zurück. Die endgültige Entscheidung bestätigt damit das Urteil der Vorinstanz und bescheinigt den Anlegern einen Anspruch auf höhere Entschädigung.

Trotz der Niederlage drohen der Deutschen Bank keine unmittelbaren finanziellen Belastungen. Die Bank hatte bereits Rückstellungen für die erforderlichen Zahlungen gebildet.

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Mit dem BGH-Urteil findet ein seit Jahren schwelender Streit sein Ende. Die ehemaligen Postbank-Aktionäre erhalten nun 57,25 Euro pro Aktie statt der ursprünglich angebotenen 25 Euro. Die Deutsche Bank wird die Verpflichtung hingegen aus bestehenden Mitteln bedienen.

Quelle