Betrunkener Passagier mit gefälschtem Führerschein am Flughafen Köln/Bonn festgenommen
Miriam KönigBetrunkener Passagier mit gefälschtem Führerschein am Flughafen Köln/Bonn festgenommen
Ein 33-jähriger Deutscher ist am Montagabend am Flughafen Köln/Bonn festgenommen worden, nachdem er einen Tumult verursacht hatte. Die Polizei stellte bei ihm eine starke Alkoholisierung fest – mit einem Blutalkoholwert von 0,94 Promille. Ausgelöst wurde der Vorfall durch einen Streit mit Flugpersonal wegen Übergepäcks.
Die Auseinandersetzung begann, als der Mann mit Crew-Mitgliedern über sein Handgepäck stritt. Nach der Verweigerung der Boarding-Erlaubnis für seinen Flug nach Mallorca bemerkten Beamte Anzeichen von Trunkenheit. Ein Atemalkoholtest bestätigte einen Wert von fast dem Doppelten der gesetzlichen Promillegrenze im Straßenverkehr.
Bei einer weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass sein Führerschein gefälscht war. Zudem lag ein Haftbefehl der Staatsanwaltschaft Bonn gegen ihn vor. Ihm wurden Verstöße gegen das Persönlichkeitsrecht und die Privatsphäre vorgeworfen, wofür ihm eine Freiheitsstrafe von 62 Tagen oder ein Bußgeld von über 5.000 Euro drohten.
Da er die sofort fällige Strafe für öffentliche Trunkenheit nicht begleichen konnte, wurde er in Gewahrsam genommen. Die Polizei zeigte ihn später wegen Urkundenfälschung an, bevor er zur Verbüßung seiner Strafe in die Justizvollzugsanstalt Siegburg überstellt wurde.
Der Mann verbüßt nun seine frühere Verurteilung und muss sich zusätzlich neuen Anklagepunkten stellen. Die gefälschte Fahrerlaubnis und der hohe Alkoholpegel führten nach dem Flughafen-Zwischenfall zu seiner Festnahme. Der Fall zeigt die Konsequenzen auf, die bei der Umgehung rechtlicher Sanktionen und der Fälschung amtlicher Dokumente drohen.






