BBC und CBS: Wie eine Medienpartnerschaft unter Druck gerät
BBC News und CBS News arbeiten seit 2017 zusammen – die beiden Nachrichtensender teilen sich Filmaufnahmen und journalistische Ressourcen. Die Kooperation wird auf der Website der BBC regelmäßig hervorgehoben, wo CBS als ihr „US-Nachrichtenpartner“ bezeichnet wird. Doch in jüngster Zeit mehren sich innerhalb der BBC Bedenken wegen der Entwicklungen bei CBS.
Die Partnerschaft zwischen den beiden Sendern begann 2017 und brachte beiden Seiten Vorteile durch geteiltes Material und Berichterstattung. Dennoch betont die BBC stets ihre redaktionelle Unabhängigkeit und stellt sicher, dass alle Inhalte nach eigenen Maßstäben produziert werden.
Unterdessen baut Bari Weiss, eine einflussreiche Persönlichkeit bei CBS News, ihren Einfluss weiter aus. Sie verpflichtete Trevor Phillips als leitenden Korrespondenten für globale Angelegenheiten und lobte seine Fähigkeit, der Wahrheit nachzugehen. Phillips werde von Weiss als jemand beschrieben, der „durch den Lärm hindurch den Kern der Dinge erkennt“.
Weiss zeigt auch Interesse am britischen Medienmarkt. Bei einem Mittagessen traf sie sich mit dem BBC-Journalisten Justin Webb und sprach über mögliche Aktivitäten von CBS News und The Free Press außerhalb der USA. Zudem äußerte sie den Wunsch, britische Journalisten einzustellen, die ihrer Vision von „freien Denkern“ entsprechen.
The Free Press, bei dem Weiss eine Führungsrolle innehat, verpflichtete kürzlich Douglas Murray, Kolumnist der New York Post und stellvertretender Chefredakteur des Spectator. Diese Schritte nähren Spekulationen über ihre Pläne für CBS News und dessen internationale Ausrichtung.
Die langjährige Partnerschaft zwischen der BBC und CBS besteht weiterhin, doch innerhalb der BBC gibt es nach wie vor Vorbehalte. Die BBC News hält an ihren redaktionellen Standards fest – unabhängig von ihrem US-Partner. Die Zusammenarbeit bleibt bestehen, auch wenn interne Diskussionen über die Folgen anhalten.






