Wenn es grün ist, hopse weiter - spezielle Ampelmotive im Aufwind - Bayerische Städte tauschen Ampelmännchen gegen Tracht und Pumuckl aus
Mehrere bayerische Städte ersetzen Ampelmännchen durch regionale Kultursymbole
Von traditionellen Trachten bis zu berühmten literarischen Figuren – die neuen Designs sollen die regionale Identität widerspiegeln. Doch nicht alle Vorschläge erhielten bisher die offizielle Genehmigung.
Dachau hat an drei Standorten bereits thematische Ampeln installiert, die Figuren in bayerischer Tracht zeigen. Die Kosten für jede Schablone betrugen 300 Euro, hinzu kamen Gebühren für den Grafikdesigner. Aufgrund der positiven Resonanz der Anwohner plant die Stadt, weitere hinzuzufügen.
München verfügt mittlerweile über drei Fußgängerüberwege mit Pumuckl, der beliebten Kinderbuchfigur, während Straubing den Bruder Straubinger, eine weitere literarische Gestalt, präsentiert. In Nürnberg leuchtet an den Ampeln Albrecht Dürers berühmter Feldhase. Deggendorf entschied sich für ein verspieltes Motiv: eine Frau, die Knödel wirft.
Die Kasperl-Ampel in Augsburg nahe dem Theater erforderte eine Sondergenehmigung der Regierung von Schwaben. Der Vorschlag der Stadt Hof, den bekannten Würstchenverkäufer Wärschtlamo abzubilden, wurde hingegen zunächst aus Sorge um die Verkehrssicherheit abgelehnt.
Trotz dieser kreativen Ergänzungen hat laut vorliegenden Unterlagen noch keine bayerische Stadt thematische Fußgängerampeln mit lokalen Motiven offiziell freigegeben.
Der Trend zu individuellen Ampeldesigns hält an, wobei Städte wie Dachau ihre Nutzung ausweiten. Während manche Entwürfe auf regulatorische Hürden stoßen, stoßen andere bei der Bevölkerung auf Begeisterung. Die Veränderungen zeigen, wie alltägliche Infrastruktur regionale Kultur feiern kann.






