04 March 2026, 03:23

Autorechtsexperte Genzow wird Senior Partner bei Osborne Clarke

Ein offenes Buch mit dem Titel "Mechanische Anstalt, zum Vorteil von Meistern, Gesellen und Lehrlingen."

Autorechtsexperte Genzow wird Senior Partner bei Osborne Clarke

Der Automobilrechtsexperte Dr. Christian Genzow wird im Januar 2026 die Position des Senior Partners bei Osborne Clarke Deutschland übernehmen. Die Ernennung fällt mit seinem 60. Geburtstag zusammen und krönt eine mehr als drei Jahrzehnte umfassende Karriere im Vertriebsrecht. Bekannt für seine scharfe Kritik an regulatorischen Belastungen, fordert er die sofortige Abschaffung der Energiekennzeichnungsverordnung für Neufahrzeuge.

Genzow startete seine Laufbahn in der Automobilbranche 1995 mit dem Schwerpunkt Vertriebsrecht. Nach seinem Jurastudium in Augsburg und Bochum ließ er sich als Anwalt zulassen und wechselte 2001 in die Kölner Niederlassung von Osborne Clarke Deutschland. In den letzten zehn Jahren prägte er maßgeblich die Umstrukturierung deutscher und europäischer Händlernetzwerke, führte Pooling-Modelle ein und förderte grenzüberschreitende Kooperationen sowie strategische Partnerschaften.

Seine Arbeit stoß oft an rechtliche Grenzen, warf Fragen beim Bundeskartellamt auf und gab Anstoß für neue E-Commerce-Regulierungen. 2010 wurde er als Dozent an die Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen (HfWU) berufen, wo er sein Wissen an den Fachnachwuchs weitergab. Daneben prägte er mit seinen Beiträgen für das Fachmagazin AUTOHAUS die Branche, indem er komplexe Rechtsfragen in praxisnahe Ratschläge für Insider übersetzte.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Genzow äußerte sich wiederholt kritisch über die Vorgehensweise der Deutschen Umwelthilfe (DUH), der er vorwirft, Händler mit aggressiven Abmahnungen und gewinnorientierten Klagen unter Druck zu setzen. Die DUH, seit den 1990er-Jahren aktiv, konzentriert sich zunehmend auf Klimaklagen – darunter ein viel beachteter Fall 2023/2024, der die Bundesregierung aufgrund einer CO₂-Lücke von 200 Millionen Tonnen zu einer Verschärfung ihres Klimaprogramms zwang.

Mit seiner Beförderung zum Senior Partner wird Genzow weiterhin Einfluss auf das Automobilrecht und die Händlernetzwerke nehmen. Seine Forderung nach Deregulierung, insbesondere die Abschaffung der Energiekennzeichnungspflicht, unterstreicht sein langjähriges Engagement für die Entlastung der Branche von bürokratischen Hürden. Der Schritt betont zugleich seine anhaltende Prägung sowohl der juristischen Praxis als auch des Automobilhandels.