Autoexperte Dudenhöffer warnt: Deutschlands Automobilindustrie verliert an Boden
Lotta AlbrechtAutoexperte Dudenhöffer warnt: Deutschlands Automobilindustrie verliert an Boden
Der renommierte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer hat Deutschlands schwindende Führungsrolle in der Automobilproduktion scharf kritisiert. Zwar verfügen Marken wie Volkswagen, BMW und Mercedes nach wie vor über starke globale Marktanteile, doch sieht er in innerdeutschen Herausforderungen den Hauptgrund für die Verlagerung der Fertigung ins Ausland.
Dudenhöffer bezeichnete das Jahr 2022 als 'ein extrem schlechtes Ausreißerjahr' für die deutschen Autobauer. Als zentrale Probleme nannte er hohe Energiepreise, überzogene Sozialkosten und ineffiziente Kostenstrukturen. Die Politik, so sein Vorwurf, biete lediglich 'leere Rhetorik' statt echter Unterstützung für die Branche.
Deutsche Hersteller haben ihren Fokus auf Elektrofahrzeuge verlegt, während die Produktion von Verbrennern zurückgeht. Doch chinesische Konkurrenten wie BYD holen auf – vor allem in Asien und den Schwellenmärkten. Dudenhöffer ist überzeugt, dass die Branche 'durchkommen wird – aber im Ausland', da das heimische Geschäftsumfeld nicht mehr wettbewerbsfähig sei.
Er macht die eigene Politik für die 'zu hohen Kosten' der Automobilhersteller verantwortlich. Nicht-lohnbezogene Arbeitskosten und Energiepreise seien für die Großserienproduktion schlicht nicht mehr tragbar, so seine Argumentation.
Trotz seiner deutlichen Kritik sieht Dudenhöffer die deutschen Autobauer nicht im unaufhaltsamen Niedergang. Ihre globale Marktposition bleibe stark, doch werde künftiges Wachstum wohl vor allem von der Produktion im Ausland abhängen. Die Äußerungen des Experten unterstreichen die tiefen Sorgen um die industrielle Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands.






