Autobranche diskutiert nachhaltige Logistiklösungen für die Zukunft
Führungskräfte der Automobilbranche trafen sich in dieser Woche, um die Zukunft der Automobil-Logistik zu erörtern. Die Konferenz brachte Spitzenmanager großer Automobilhersteller und Logistikunternehmen zusammen, um Themen wie Nachhaltigkeit, Digitalisierung und die Widerstandsfähigkeit der Lieferketten zu behandeln. Die Redner betonten, dass Zusammenarbeit, datengesteuerte Strategien und langfristige Investitionen entscheidend seien, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern.
Henner Lehne, Vizepräsident für globale Fahrzeugprognosen bei S&P Global Mobility, eröffnete die Veranstaltung mit einer Analyse der Markttendenzen, die die Fahrzeugproduktion prägen. Seine Ausführungen bildeten den Rahmen für die anschließenden Diskussionen darüber, wie Hersteller sich an veränderte Nachfrage und Störungen anpassen können.
Oliver Bronder, Geschäftsführer für Fahrzeuglogistik bei der VW Group Logistics, unterstrich die Notwendigkeit größerer Nachhaltigkeit im Transportwesen. Er schlug einen Taskforce-Ansatz vor, um Lieferkettenstörungen zu bewältigen, und sprach sich dafür aus, eher auf eigene Ressourcen als auf Drittanbieterlösungen zu setzen, um die Kapazitätszuverlässigkeit zu gewährleisten. Andreas Enger, CEO von Höegh Autoliners, unterstützte diese Forderung und warnte davor, durch zersplitterte Anstrengungen frühere Branchenzyklen zu wiederholen.
Torsten Müller, Senior Director Supply Chain International bei Audi, forderte klarere Strategien in digitalen Partnerschaften. Er argumentierte, dass strukturierte Technologieinvestitionen die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Branche steigern würden. Gabriel Werner, Vizepräsident für Fertigung bei Blue Yonder, vertiefte diesen Ansatz, indem er das Potenzial von KI in Lieferketten aufzeigte. Er betonte die Bedeutung gut aufbereiteter Daten für die Verbesserung von maschinellen Lernvorhersagen in Logistikprozessen.
Martina Graser, Direktorin für Materialplanung und Logistik (MP&L) bei Ford Europa, teilte die Erfahrungen ihres Teams beim Management von Kapazitätsengpässen. Sie erläuterte, wie gecharterte Lkw und Schiffe dazu beigetragen hätten, Engpässe in der Logistik für Fertigfahrzeuge zu entschärfen. Sabine Isenbort, bei Ford Europa verantwortlich für die Eingangslogistik, fügte hinzu, dass berufliche Entwicklung in der Branche sowohl eine proaktive Einstellung als auch effektives Selbstmarketing erfordere.
Levent Yuksel, Direktor für Frachtoperationen bei Jaguar Land Rover (JLR), beschloss die Diskussionen mit einem Überblick über gemeinsame Initiativen von Herstellern, Zulieferern und Logistikpartnern. Sein Fokus lag darauf, Effizienz- und Nachhaltigkeitsziele durch geteilte Ressourcen und abgestimmte Ziele zu erreichen.
Die Konferenz unterstrich die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern und Logistikdienstleistern. Die Teilnehmer waren sich einig, dass langfristige Partnerschaften, digitale Innovationen und nachhaltige Praktiken entscheidend für den zukünftigen Erfolg seien. Als konkrete nächste Schritte wurden die Bildung von Taskforces und datengesteuerte KI-Strategien vorgeschlagen.






