05 February 2026, 20:04

Auszubildendengehälter 2025: Große Lücken zwischen Branchen und Bundesländern

Eine Liniengrafik, die das Gehalt der Kongressmitglieder in aktuellen und konstanten Dollar von 1992 bis 2023 zeigt, mit begleitendem beschreibendem Text.

"Zweiter Rekordanstieg in Folge": Ausbildungslöhne steigen deutlich - Auszubildendengehälter 2025: Große Lücken zwischen Branchen und Bundesländern

Auszubildendengehälter in Deutschland steigen 2025 – doch die Unterschiede zwischen Branchen und Regionen bleiben groß

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Die Ausbildungsvergütungen in Deutschland sind 2025 gestiegen, doch es gibt weiterhin erhebliche Lücken zwischen den Wirtschaftszweigen und Bundesländern. Die aktuellen Daten des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) zeigen deutliche Unterschiede bei den Bezügen – während einige Bereiche kräftige Zuwächse verzeichneten, hinken andere bei den inflationsbereinigten Einkommen hinterher.

Mit durchschnittlich 1.329 Euro pro Monat führt der öffentliche Dienst die Rangliste an. Hier gab es 2025 auch den stärksten Anstieg: Die Vergütungen stiegen um 7,7 Prozent. Es folgen die Hauswirtschaft (1.295 Euro) und die Industrie (1.266 Euro), während der Bereich Industrie und Handel ein Plus von 7,2 Prozent verbuchte.

Unternehmen mit Tarifbindung zahlten Auszubildenden 2025 im Schnitt 1.209 Euro brutto – ein Anstieg um 6,7 Prozent, der den allgemeinen Trend bei tariflich vereinbarten Löhnen widerspiegelt. Schlusslicht bleibt jedoch das Handwerk: Hier erhielten Azubis im Durchschnitt nur 1.093 Euro.

Auch regional zeigen sich deutliche Unterschiede. Baden-Württemberg liegt mit 1.257 Euro an der Spitze, während Mecklenburg-Vorpommern mit 960 Euro das Schlusslicht bildet. Seit 2020 stiegen die Nominallöhne in den fünf Spitzenländern (Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Hamburg) um 12 bis 18 Prozent, in den fünf Schlüsselländern (Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Brandenburg, Sachsen) dagegen nur um 8 bis 13 Prozent. Inflationsbereinigt lag das reale Wachstum bundesweit lediglich bei 2 bis 6 Prozent.

Trotz der allgemeinen Steigerungen zahlen 15 Ausbildungsberufe weiterhin weniger als 1.000 Euro im Monat. Das BIBB erfasst diese Entwicklungen seit 1976 und bezieht sich für seine Analysen stets auf den Stichtag 1. Oktober.

Die Zahlen für 2025 unterstreichen die anhaltenden Disparitäten bei den Ausbildungsvergütungen in Deutschland: Während der öffentliche Dienst und industrielle Berufe die höchsten Löhne bieten, hinken Handwerk und bestimmte Regionen weiterhin hinterher. Die Daten zeigen zudem, wie stark Tarifverhandlungen und regionale Wirtschaftsstrukturen die Einkommen in der beruflichen Ausbildung prägen.