20 March 2026, 04:02

Arnsberg kämpft gegen Fachkräftemangel bei rechtlichen Betreuern

Plakat mit dem Text "Beende den Job: Gesundheit sollte ein Recht sein, nicht ein Privileg" und einer Karte mit der Aufschrift "Mache niedrigere Gesundheitskosten permanent und schließe die Lücke in der Gesundheitsversorgung für amerikanische Familien."

Arnsberg kämpft gegen Fachkräftemangel bei rechtlichen Betreuern

Arnsberg bereitet sich auf wachsenden Mangel an rechtlichen Betreuern vor

Das Betreuungsamt der Stadt Arnsberg startet im April 2026 eine Nachwuchskampagne, um Fachkräfte zu gewinnen und Bürgerinnen und Bürger zu ermutigen, frühzeitig für ihre Zukunft vorzusorgen. Angesichts steigender Nachfrage warnen Verantwortliche, dass Verzögerungen die öffentlichen Ressourcen belasten und die Unterstützung für schutzbedürftige Erwachsene einschränken könnten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Der Bedarf an rechtlichen Betreuern in Arnsberg steigt kontinuierlich. 2025 waren 874 Personen auf professionelle Betreuer angewiesen, während 422 Fälle ehrenamtlich begleitet wurden. Ursachen für den Mangel sind eine alternde Bevölkerung und ein Rückgang an Neu-Einsteigern in diesem Bereich.

Das Betreuungsamt, das nach dem Betreuungsorganisationsgesetz (BtOG) arbeitet, beschäftigt derzeit 2,5 Vollzeitkräfte. Zu ihren Aufgaben gehören die Bedarfsermittlung, die Beratung des Gerichts und die Fallbegleitung. Fehlt es an qualifizierten Bewerbern, müsste das Gericht möglicherweise städtische Mitarbeiter als Betreuer einsetzen – was die Kommune zusätzlich finanziell belasten würde.

Um gegenzusteuern, setzt die anstehende Kampagne auf Plakate, Flyer und Stellwände mit dem Slogan "Verantwortung übernehmen. Selbstbestimmt leben. Menschlichkeit stärken". Zudem finden Informationsveranstaltungen in Arnsberg, Neheim und Hüsten statt. Dort gibt es Musterformulare sowie notarielle Beglaubigungen für Vorsorgevollmachten, Betreuungsverfügungen und Patientenverfügungen.

Rechtliche Betreuer spielen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Erwachsenen, die ihre Angelegenheiten nicht selbst regeln können. Ihr Ziel ist es, Selbstständigkeit zu bewahren und im Sinne der Betroffenen zu handeln. Die Kampagne zielt darauf ab, Fachkräfte zu rekrutieren und gleichzeitig die Bevölkerung zu motivieren, frühzeitig vorzusorgen – um den künftigen Bedarf an Betreuungsleistungen zu verringern.

Die Nachwuchsinitiative beginnt im April 2026; wie viele Interessenten sich bewerben werden, ist noch unklar. Bei Erfolg könnte die Aktion die Belastung des Betreuungssystems verringern und sicherstellen, dass hilfsbedürftige Menschen angemessen unterstützt werden. Ohne Gegenmaßnahmen drohen Arnsberg höhere Kosten und Versorgungslücken für Betroffene.

Quelle