08 February 2026, 10:03

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde: 60 Teilnehmer gegen 450 Gegenprotestler

Eine Gruppe von Menschen mit Schildern und Plakaten steht vor einem Gebäude, mit zwei Personen im Vordergrund und einem Müllimerker rechts, während einer Demonstration in Deutschland.

AfD-Kundgebung in Münster-Coerde: 60 Teilnehmer gegen 450 Gegenprotestler

AfD-Veranstaltungen in Münster-Coerde: 60 Teilnehmer bei Kundgebung, Gegenprotest deutlich größer

Am Samstag fanden Veranstaltungen in der Nähe von Münster-Coerde statt, bei denen sich rund 60 Menschen zu einer Kundgebung der AfD versammelten, während in der Nähe ein deutlich größerer Gegenprotest stattfand. Die Polizei hielt die beiden Gruppen strikt voneinander getrennt, um Auseinandersetzungen zu vermeiden. Die Veranstaltungen heute spiegelten die gegensätzlichen Positionen zu Migration, Wirtschaftspolitik und sozialer Teilhabe in der lokalen Gemeinschaft wider.

Die AfD-Veranstaltungen fanden in einem abgesperrten Bereich statt. Unter den Unterstützern war auch der 22-jährige Erzieher Linus, der Kritik an der deutschen Wirtschafts- und Migrationspolitik übte. Er bemängelte die Milliardenhilfen für die Ukraine und Israel und argumentierte, dass dabei ältere Menschen im eigenen Land vernachlässigt würden. Seine Aussagen standen exemplarisch für die Forderungen nach einem politischen Kurswechsel, die unter den Teilnehmern der Veranstaltungen heute in der Nähe geäußert wurden.

Gegen die Botschaften der AfD protestierten etwa 450 Menschen bei einer Gegenkundgebung, organisiert von den Bündnissen "Keinen Zentimeter den Nazis" und "Coerde ist bunt". Mit Reden und Musik wurde für Vielfalt und Zusammenhalt geworben. Die lokale Anwohnerin Eve Lyn Gardias wandte sich gegen die Politik der AfD und warf der Partei vor, Minderheiten als Sündenböcke zu instrumentalisieren, ohne echte Lösungen anzubieten.

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Die Polizei sorgte dafür, dass die beiden Demonstrationen räumlich getrennt blieben; Zwischenfälle wurden nicht gemeldet. Während die AfD-Veranstaltungen ohne Störungen verliefen, prägte der deutlich größere Gegenprotest das Bild in Münster-Coerde. Stand Münster Anfang 2026 liegen keine detaillierten lokalen Umfragen oder Wahldaten vor, die Veränderungen in der AfD-Unterstützung im Stadtteil seit 2022 belegen würden.

Die Kundgebung und der Gegenprotest verliefen zwar friedlich, doch sie machten die tiefen Gräben in der Gemeinschaft deutlich. Während die AfD nur eine kleine Gruppe mobilisieren konnte, zog die gegnerische Demonstration weitaus mehr Menschen an. Bisher gibt es keine offiziellen Aufzeichnungen darüber, wie sich diese Spannungen auf die politische Stimmung vor Ort auswirken könnten.