13 November 2025, 12:07

9.000 Jecken feiern in Mainz den Faschingsauftakt – doch Streit um Ticketpflicht trübt die Stimmung

Volles Karnevalszelt mit Zelten, Geschäften, Gebäuden und Bannern, mit hell erleuchteter Fläche im Hintergrund.

9.000 Jecken feiern in Mainz den Faschingsauftakt – doch Streit um Ticketpflicht trübt die Stimmung

9.000 Karnevalsbegeisterte feiern in Mainz den Faschingsauftakt – doch die Stimmung ist getrübt

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Um 11:11 Uhr am 11. November versammelten sich 9.000 ausgelassene Karnevalsfans auf dem Mainzer Schillerplatz, um den Beginn der Faschingszeit zu feiern. Mit Musik, Tanz und Gelächter startete die Stadt in die fünfte Jahreszeit – doch die Feierlichkeiten waren nicht unumstritten, denn neue Zugangsregeln sorgten für Diskussionen.

Den Auftakt machte der Auftritt der Mainzer Hofsänger, die ihr bevorstehendes 100-jähriges Jubiläum feierten. Bürgermeister Nino Haase begrüßte die Menge und erklärte die Session für eröffnet, wobei er angesichts globaler Konflikte zu Frieden und Zusammenhalt aufrief. Doch die Stimmung wurde durch Streitigkeiten um den Zugang zum Balkon des Osteiner Hofs getrübt, der exklusiv für ausgewählte Journalisten reserviert war – was bei den Jecken auf Empörung stieß.

Der Mainzer Carneval-Verein (MCV) führte erstmals Kapazitätsbeschränkungen und ein Ticket-System für die Feier auf dem Schillerplatz ein, wodurch die Teilnehmerzahl auf 9.000 begrenzt wurde. Der Verein begründete diese Maßnahme mit verschärften Sicherheitsauflagen und stark gestiegenen Kosten. Trotz der Einschränkungen blieb die Atmosphäre weitgehend friedlich: Es gab lediglich zehn Strafanzeigen, darunter wegen Beleidigung und Körperverletzung. Ein Demonstrant forderte unter dem Motto „Fastnacht für alle“ die Abschaffung der neuen Ticketpflicht.

Auffällig war in diesem Jahr, dass der regionale Sender SWR keine Karnevalsübertragungen zeigte, sondern auf Wiederholungen und anderes Programm setzte. Die traditionelle Uhr auf dem Platz wurde von einer Großbildleinwand verdeckt, die den Countdown bis 11:11 Uhr anzeigte, und die Schwellköpp mussten sich auf eine Bühnenpräsenz beschränken.

Der Mainzer Fasching 2024 war somit eine Mischung aus Freude und Kontroverse. Zwar herrschte bei den 9.000 Besuchern eine lebendige und weitgehend harmonische Stimmung, doch die neuen Regelungen wie Zugangsbeschränkungen und Ticketpflicht lösten Debatten aus. Der MCV verteidigt die Maßnahmen mit Verweis auf Sicherheitserfordernisse und steigende Kosten. Trotz der Auseinandersetzungen blieb der Geist des Karnevals spürbar – mit Bürgermeister Nino Haase, der in seiner Rede zu Einheit und Frieden aufrief.