17 March 2026, 00:03

50 Jahre nach Diebstahl: Tourist zahlt für Hofbräuhaus-Krug – Geld geht an Kinderhilfe

Werbeplakat mit zwei metallenen Bierhumpen und einem Glas Bier

50 Jahre nach Diebstahl: Tourist zahlt für Hofbräuhaus-Krug – Geld geht an Kinderhilfe

Ein Tourist hat fast 50 Jahre nach dem Mitnehmen eines der berühmten Bierkrüge des Münchner Hofbräuhauses 20 Euro an die Wirtshauskette überwiesen. Der englischsprachige Besucher gab zu, den Krug 1976 "versehentlich" behalten zu haben. Das Geld kommt nun einer lokalen Kinderhilfsorganisation zugute.

Das Hofbräuhaus erhält regelmäßig zurückgeschickte Krüge oder Zahlungen von Personen, die sie Jahre oder sogar Jahrzehnte zuvor mitgenommen hatten. Pro Jahr gehen etwa drei bis vier solche Fälle ein. 2020 schickte eine Amerikanerin sogar einen vor 55 Jahren entwendeten Krug an den Bierpalast am Platzl zurück.

Die Brauerei führt zwar keine Statistik über fehlende Krüge, setzt aber auf Sicherheitsvorkehrungen, um Diebstähle zu verhindern. Die meisten zurückgegebenen Stücke entpuppen sich als Nachbildungen – nur etwa fünf bis zehn Prozent der rund 2.000 in fünf Jahren zurückgeführten Krüge waren tatsächlich Originale. Über 90 Prozent waren Kopien oder Fälschungen, wobei die Besitzer stattdessen eine Entschädigung zahlten.

Diesmal fließen die 20 Euro an die Initiative Bunte Münchner Kindl, die bedürftigen Kindern in München hilft. In einem Begleitschreiben erklärte der Tourist, er habe den Krug jahrzehntelang aufbewahrt, bevor er sich entschloss, Wiedergutmachung zu leisten.

Das Hofbräuhaus nimmt solche verspäteten Rückgaben und Zahlungen ohne juristische Konsequenzen entgegen. Die Gelder aus solchen Fällen kommen oft gemeinnützigen Zwecken zugute – so wird auch diese Spende direkt bedürftigen Kindern in der Region über die ausgewählte Hilfsorganisation zugutekommen.

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