27 March 2026, 00:03

152 Castor-Behälter rollen unter Protest durch NRW – doch wo bleibt das Endlager?

Große Menschenmenge marschiert auf einer Straße bei einer Demonstration gegen Atomkraft in Deutschland, trägt Transparente und Fahnen, mit Fahrzeugen und Gebäuden im Hintergrund.

152 Castor-Behälter rollen unter Protest durch NRW – doch wo bleibt das Endlager?

Ein Transportkonvoi mit atomarem Abfall verließ am Dienstag, dem 24. März 2026, das Forschungszentrum Jülich. Die Lieferung umfasste 152 Castor-Behälter und legte unter starkem Polizeischutz eine Strecke von 170 Kilometern durch Nordrhein-Westfalen zurück. Entlang der Route versammelten sich Demonstranten, die ein Ende solcher Transporte forderten, bis ein dauerhaftes Endlager eingerichtet ist.

Die Fahrt begann gegen 10 Uhr morgens, wobei etwa 2.400 Beamte für die Sicherheit sorgten. Die Behörden sperrten die Zufahrtsstraße zum Zwischenlager in der Nähe von Ahaus und postierten Streifenwagen an jedem Feldweg. Trotz angespannter Stimmung blieb der Einsatz ohne Zwischenfälle.

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Der Konvoi erreichte sein Ziel in den frühen Morgenstunden des Mittwochs. Organisatorinnen wie Hanna Poddig, die bei der Koordination von Mahnwachen half, argumentierten, dass solche Transporte gestoppt werden müssten, bis eine langfristige Lösung gefunden sei. Auch Oppositionsparteien kritisierten die Lieferungen als unnötig.

Die Landesregierung plant den Einsatz von bis zu drei Castor-Transporten gleichzeitig. Mit weiteren 50 bis 150 Lieferungen in den kommenden Monaten wird das rund zwei Kilometer von Ahaus entfernte Zwischenlager weiterhin Atommüll aufnehmen.

Der Transport verlief ohne Störungen, doch die Proteste zeigten die anhaltenden Bedenken auf. Die neu eingelieferten Behälter bleiben vorerst im Zwischenlager, bis ein dauerhaftes Endlager feststeht. Weitere Transporte sind im Rahmen der landesweiten Abfallentsorgungsstrategie vorgesehen.

Quelle